Oct 1 2017

Lesung “Begrabt mein Herz am Heinrichplatz”

03. Oktober, 19 Uhr

Am 12.12.1980 explodierte die Wut in Kreuzberg. Nachdem die Bullen ein besetztes Haus geräumt hatten, gingen überall im alten K 36 Scheiben zu Bruch, Barrikaden wurden errichtet und die Bullen angegriffen. Obwohl eine Alarmhundertschaft nach der anderen ins Viertel eilte, zogen sich die Auseinandersetzungen bis tief in die Nacht. Dies war die “Geburtsstunde” der Berliner Besetzerbewegung. In den Hochzeiten waren über 150 Häuser besetzt, Tausende gingen auf die Straße, der Kurfürstendamm wurde zerlegt und die Berliner Morgenpost fragte, ob es nicht notwendig sei, die Alliierten gegen die “aufständische” Bewegung einzusetzen.

“Begrabt mein Herz am Heinrichplatz” ist ein Versuch in Romanfragmenten, die Stimmung dieser Tage einzufangen. Das Werk begleitet das, was als Besetzerbewegung anfing, über einen Zeitraum von 15 Jahren: Die Kämpfe gegen die AKWs, der nationalistische Taumel nach der Wiedervereinigung, die Pogrome von Hoyerswerder und Rostock – Lichtenhagen.

Das Buch erhebt weder den Anspruch, alles Gewesene eins zu eins abzubilden, noch die Geschehnisse theoretisch einzuordnen. Viele mögen das alles anders erlebt haben, der eine oder die andere mag seine (verschüttenden) Erinnerungen im Buch wiederfinden. Und dies ist auch gut so, da es weder eine Zentralperspektive, noch einen Anspruch auf die eine Wirklichkeit gibt.


Sep 19 2017

Anti-Knast-Tage 2017

06. – 08. Oktober

Ihr werdet uns mit einem Tisch bei den Anti-Knast-Tagen finden. Kommt vorbei!

Weitere Infos zu den Anti-Knast-Tagen findet ihr hier.


Sep 4 2017

Doku “Zero Days”

24. September, 18 Uhr

von Alex Gibney, auf Englisch mit deutschen Untertiteln
Im Jahr 2010 sterben bei mehreren Attentaten iranische Atomforscher, gleichzeitig treten Probleme mit Steuerungsanlagen in iranischen Atomanlagen auf, ausgelöst durch einen Computerwurm. Dieser gilt bis heute als einzigartig, aufgrund seiner Komplexität und des Ziels, Steuerungssysteme von Industrieanlagen zu sabotieren. Der Film betreibt Ursachenforschung und beleuchtet Hintergründe.
Davor kurzer Input, danach wenn gewünscht, gemeinsame Diskussion.


Sep 4 2017

Kurzdoku “How to get Through”

10. September, 18 Uhr

Wer sich mit der fortschreitenden Digitalisierung und der Vernetzung
von allem und jedem/jeder beschäftigt, ist schnell mit der Frage
konfrontiert, was für Möglichkeiten es gibt dagegen vorzugehen. Ein
Vorschlag, der immer wieder diskutiert und auch vereinzelt umgesetzt
wird, ist die Sabotage von Glasfaserkabeln und Infrastruktur, welche die
Grundpfeiler der Daten- und Warenflüsse des Kapitalismus im digitalen
Zeitalter sind.

Diese Idee ist jedoch nicht ganz neu. Bereits Mitte der 90er Jahre hat
die Gruppe “Kabelschnitt”, durch Sabotage in die deutsche
Abschiebepraxis von Geflüchteten eingegriffen. Das koordinierte
durchtrennen von Glasfaserkabeln hat dabei den Frankfurter Flughafen als
Ausgangsort von Abschiebungen für mehrere Stunden komplett lahmgelegt.

Wir zeigen die selbstproduzierte Kurzdoku “How to get Through”, die
einen Blick auf die politische und soziale Situation der frühen 90er
Jahre, auf die rassistischen Pogrome und die Asylrechtsverschärfungen
und das Abschiebesystem wirft. Es zeigt, wie angreifbar die sensiblen
Punkte des Netzes dieses Systems sind, auf dem die herrschende Ordnung
aufbaut.


Sep 4 2017

Anti-google-Café face2face

27. Januar, ab 15 Uhr

Jeden 2. und 4. Samstag im Monat, ab 15 Uhr:

Das Café face2face ist ein Bezugspunkt für einen informellen und selbstorganisierten Kampf gegen den Google Campus in der Ohlauer Straße in Kreuzberg. Es bietet Raum für Begegnung, Austausch, Information, Diskussion und Koordination, um gemeinsam einen Kampf gegen die Eröffnung des Google-Campus in Kreuzberg zu führen.

Ohne den Appell an Politik, ohne mit der Herrschaft zu verhandeln, sondern ein kreativer und direkter Kampf.


Sep 4 2017

Reichenberger Kiezfest

09. September, 15 – 22 Uhr

Wir sind mit einem Büchertisch und Leckereien auf dem Reichenberger Kiezfest vertreten.
Das kalabal!k wird während dem Fest geöffnet sein.