Jan 17 2018

Aufruf zur Demonstration gegen die Invasion Afrins

4. Februar, 15 Uhr

Vergangene Woche am 20.1.2017 begann das türkische Regime die lang vorbereitete militärische Operation in Afrin. Mit Kampfjets, Bombardierungen und Bodentruppen, wird auf Afrin vorgerückt, dabei werden Stellungen der YPG/ YPJ sowie zivile Einrichtungen Ziele der Attacken. Der Angriff auf Afrin, ist ein Angriff auf ganz Rojava und die revolutionären Bestrebungen, die dort in den letzten fünf Jahren verfolgt wurden. Erdogan lässt bereits verlauten, dass Afrin nur ein erster Zwischenschritt in einem lang angelegten Plan ist, Rojava komplett unter die eigene Kontrolle zu bringen. Die Pläne des türkischen Regimes, werden von den typischen Verdächtigen toleriert beziehungsweise unterstützt. Deutschland trägt auch mal wieder seinen Teil zum Krieg gegen die kurdische Bevölkerung bei. Nachdem Gabriel der türkischen Regierung Waffenlieferungen im Austausch gegen den inhaftierten Journalisten Deniz Yücel angeboten hat, tauchen nun erste Bilder von deutschen Panzern auf, die offensichtlich Teil der Operation gegen Afrin sind. Auch in Deutschland selbst wird die politische Linie Erdogans kräftigst unterstützt. Die Verfolgung und Repression gegen kurdische Strukturen werden härter, die Gesetze absurder. Im Dezember vergangenen Jahres, wurde Hildir Yildirum zu einer Strafe von 1 Jahr und 9 Monate ohne Bewährung verurteilt, dies war damit bereits die dritter Verurteilung dieses Jahres wegen angeblicher PKK Mitgliedschaft, allein in Berlin. Während der LL Demo am 13.1.2018 wurde eine Frau brutal fest genommen, weil sie eine Öcalan Fahne mit sich trug. Unter ähnlichen Vorwand durchsuchte die Polizei Hamburg vor zwei Wochen die Räume des kurdischen Vereins.

Aber so wie sich bereits die Faschisten des Islamischen Staates die Zähne an Kobane ausgebissen haben, so wird auch Erdogan mit diesem Überfall nur verlieren können. Die Revolution hat sich bereits über Rojava weit hinaus ausgebreitet. Im befreiten Rakka bilden sich zur Zeit Komitees, welche nach den Vorbildern aus Rojava, das gesellschaftliche Leben kollektiver organisieren wollen. Frauen in Rakka haben sich erst vor wenigen Wochen auf den ersten Frauen Konferenzen zusammen getan, um eine autonome, selbstbestimmte Frauenorganisierung auf zu bauen. Auch international kommen Menschen zusammen, um die gesellschaftliche Revolution in Rojava zu verteidigen und sie auszuweiten.

Insbesondere freuen wir uns über den Aufruf überall Widerstandskomitees auf zu bauen und sich dem Fahnenverbot zu widersetzen. Zu Widerstand gehört, sich dem Staat und seinen Regeln auf allen Ebenen entgegen zu setzen. Daher hoffen wir viele vielfältige, kämpferische Aktionen in der nächsten Zeit zu sehen. Wir solidarisieren uns mit den Menschen in Afrin und in ganz Rojava. Wir rufen daher auf, sich an der Demonstration am kommenden Sonntag den 4.Feb. zu beteiligen. Treffpunkt ist am Oranienplatz um 15 Uhr.


Oct 1 2017

Lesung “Begrabt mein Herz am Heinrichplatz”

03. Oktober, 19 Uhr

Am 12.12.1980 explodierte die Wut in Kreuzberg. Nachdem die Bullen ein besetztes Haus geräumt hatten, gingen überall im alten K 36 Scheiben zu Bruch, Barrikaden wurden errichtet und die Bullen angegriffen. Obwohl eine Alarmhundertschaft nach der anderen ins Viertel eilte, zogen sich die Auseinandersetzungen bis tief in die Nacht. Dies war die “Geburtsstunde” der Berliner Besetzerbewegung. In den Hochzeiten waren über 150 Häuser besetzt, Tausende gingen auf die Straße, der Kurfürstendamm wurde zerlegt und die Berliner Morgenpost fragte, ob es nicht notwendig sei, die Alliierten gegen die “aufständische” Bewegung einzusetzen.

“Begrabt mein Herz am Heinrichplatz” ist ein Versuch in Romanfragmenten, die Stimmung dieser Tage einzufangen. Das Werk begleitet das, was als Besetzerbewegung anfing, über einen Zeitraum von 15 Jahren: Die Kämpfe gegen die AKWs, der nationalistische Taumel nach der Wiedervereinigung, die Pogrome von Hoyerswerder und Rostock – Lichtenhagen.

Das Buch erhebt weder den Anspruch, alles Gewesene eins zu eins abzubilden, noch die Geschehnisse theoretisch einzuordnen. Viele mögen das alles anders erlebt haben, der eine oder die andere mag seine (verschüttenden) Erinnerungen im Buch wiederfinden. Und dies ist auch gut so, da es weder eine Zentralperspektive, noch einen Anspruch auf die eine Wirklichkeit gibt.


Sep 19 2017

Anti-Knast-Tage 2017

06. – 08. Oktober

Ihr werdet uns mit einem Tisch bei den Anti-Knast-Tagen finden. Kommt vorbei!

Weitere Infos zu den Anti-Knast-Tagen findet ihr hier.


Sep 4 2017

Doku “Zero Days”

24. September, 18 Uhr

von Alex Gibney, auf Englisch mit deutschen Untertiteln
Im Jahr 2010 sterben bei mehreren Attentaten iranische Atomforscher, gleichzeitig treten Probleme mit Steuerungsanlagen in iranischen Atomanlagen auf, ausgelöst durch einen Computerwurm. Dieser gilt bis heute als einzigartig, aufgrund seiner Komplexität und des Ziels, Steuerungssysteme von Industrieanlagen zu sabotieren. Der Film betreibt Ursachenforschung und beleuchtet Hintergründe.
Davor kurzer Input, danach wenn gewünscht, gemeinsame Diskussion.


Sep 4 2017

Kurzdoku “How to get Through”

10. September, 18 Uhr

Wer sich mit der fortschreitenden Digitalisierung und der Vernetzung
von allem und jedem/jeder beschäftigt, ist schnell mit der Frage
konfrontiert, was für Möglichkeiten es gibt dagegen vorzugehen. Ein
Vorschlag, der immer wieder diskutiert und auch vereinzelt umgesetzt
wird, ist die Sabotage von Glasfaserkabeln und Infrastruktur, welche die
Grundpfeiler der Daten- und Warenflüsse des Kapitalismus im digitalen
Zeitalter sind.

Diese Idee ist jedoch nicht ganz neu. Bereits Mitte der 90er Jahre hat
die Gruppe “Kabelschnitt”, durch Sabotage in die deutsche
Abschiebepraxis von Geflüchteten eingegriffen. Das koordinierte
durchtrennen von Glasfaserkabeln hat dabei den Frankfurter Flughafen als
Ausgangsort von Abschiebungen für mehrere Stunden komplett lahmgelegt.

Wir zeigen die selbstproduzierte Kurzdoku “How to get Through”, die
einen Blick auf die politische und soziale Situation der frühen 90er
Jahre, auf die rassistischen Pogrome und die Asylrechtsverschärfungen
und das Abschiebesystem wirft. Es zeigt, wie angreifbar die sensiblen
Punkte des Netzes dieses Systems sind, auf dem die herrschende Ordnung
aufbaut.


Sep 4 2017

Anti-google-Café face2face

27. Januar, ab 15 Uhr

Jeden 2. und 4. Samstag im Monat, ab 15 Uhr:

Das Café face2face ist ein Bezugspunkt für einen informellen und selbstorganisierten Kampf gegen den Google Campus in der Ohlauer Straße in Kreuzberg. Es bietet Raum für Begegnung, Austausch, Information, Diskussion und Koordination, um gemeinsam einen Kampf gegen die Eröffnung des Google-Campus in Kreuzberg zu führen.

Ohne den Appell an Politik, ohne mit der Herrschaft zu verhandeln, sondern ein kreativer und direkter Kampf.


Sep 4 2017

Reichenberger Kiezfest

09. September, 15 – 22 Uhr

Wir sind mit einem Büchertisch und Leckereien auf dem Reichenberger Kiezfest vertreten.
Das kalabal!k wird während dem Fest geöffnet sein.